Renate Schmidt-Karakatsanis – „Du darfst nicht sein, mein Kind“

Neuere pädagogische Konzepte frühkindlicher Betreuung und Bildung behaupten: „Hier darfst du sein, mein Kind“ und versichern, dass sie die Interessen der Kinder wahren. Die freie Wahl der Bezugspersonen, der Angebote, Räume und Kindergruppen sowie Partizipation und Beschwerdemanagement werden als kindliche Bedürfnisse dargestellt.

Gerade offene Erziehungs- und Bildungskonzepte haben sich Selbständigkeit, Autonomie und Indivi-dualität durch individuelles Lernen und Fördern zu eigen gemacht.(1) Kinder entscheiden, was und wie sie lernen. Sie bilden Gremien wie Kinderräte und -parlamente, Planungsgruppen usw. Sie melden ihre Wünsche und Ideen an und initiieren Projekte. Sie erhalten Einblick ins Konfliktmanagement und lassen sich zu Streitschlichtern ausbilden. Sie erfahren wie Demokratie funktioniert und stellen sich zur Wahl oder wählen Kindergarten/HortsprecherInnen. (2) All das gilt als Beweis dafür, dass kindliche Bedürfnisse ernst genommen werden – auch wenn Kinder zuvor nichts von diesen Bedürfnissen wussten.

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