Elterngespräch

Gerald Hüther über Gehirnentwicklung im Kindesalter

Gerald Hüther weiß, wie das Gehirn eines Kindes aufgebaut ist, wenn es zur Welt kommt und wie sich dieses unfassbare Meisterwerk Gehirn im Laufe der Jahre immer wieder verändert. Das Schöne ist, er weiß es nicht nur, er es kann es auch gut und anschaulich erklären.

Und deshalb hat Julia ihn heute eingeladen. In dieser Folge wird er uns erklären, wie dieses Wachstum im Gehirn, dieser ständige Neubau funktioniert, was das Gehirn bei seiner Entwicklung grundsätzlich, aber vor allem in den ersten sechs Lebensjahren, positiv beeinflusst – und was es behindert. Zum Podcast

 

Gemeinsames Lernen: Erkenntnisse der Hirnforschung – Gespräch mit Gerald Hüther

„Warum Konkurrenz und Druck bei Innovationen die Pest sein können“
Als weiteres Thema widmen wir uns dem Lernen. Wir erörtern Thesen aus seinem jüngsten Buch,
“Mit Freude lernen – ein Leben lang.“ Es sei „grottenfalsch“ was man bisher angenommen habe,
so sei der Prozess des Lernens überhaupt nicht zwingend an ein Gehirn gebunden.

Das Lernen sei nicht vom Leben zu trennen, mit der bitteren Konsequenz, dass die bisherigen Einrichtungen zum Lernen –
wie z.B. Schulen – eben nicht geeignet sein, die Lust am Lernen zu fördern. Der Schüler müsse sich vielmehr als Gestalter des eigenen Lernprozesses wahrnehmen können. Das hat Konsequenzen auch für den Erwachsenen, damit auch die Führungskraft. Hier seien Lerngemeinschaften gefordert, um die jeweils eigene Lernfreude wieder zu entdecken. Lernen geschehe, so Hüther, immer in Co-Settings. Zum Gespräch

 

„Ohne Spiel keine Kreativität“

Neurobiologe Gerald Hüther plädiert dafür, dem Spiel wieder mehr Raum zu geben. Spielen bedeutet: reinster Drogenrausch für das Gehirn, mit dem besten Effekt für das Wachstum der Nervenzellen.
zdf – aspekte Mediathek

Krankheit und Sehnsucht – Zur Psychosomatik der Sucht

Was können die psychologischen und gesellschaftlichen Ursachen von diversen Süchten und Zwängen und Krankheiten sein? Besteht ein Zusammenhang zwischen dem eigenen Menschenbild und unserem Verständnis von Krankheit und Gesundheit? Was hat Krankheit mit unerfüllten Sehnsüchten zu tun? Was bedeutet die Sehnsucht nach dem eigenen Selbst?  Dieses Werk nimmt den Leser mit auf eine Reise zum tieferen Verständnis von seelischen Ursachen von Süchten, Zwängen und chronischen Erkrankungen. Dabei verbindet der Autor Dr. Otto Teischel eine existenz- und psychoanalytisch verstehende therapeutische mit einer philosophischen Perspektive. Mehr über das Buch – Vorwort Gerald Hüther zu Krankheit und Sehnsucht

Gerald Hüther – „Schlüsselkompetenzen für eine Kultur der Vielfalt“

Wir Menschen verdanken unser heutiges Wissen und Können nicht nur dem Umstand, dass wir ein zeitlebens plastisches, lernfähiges Gehirn besitzen, sondern vor allem unserer Fähigkeit, individuell erworbenes Wissen und Können mit anderen Menschen teilen zu können, sowohl horizontal mit all jenen, mit denen wir zusammenleben, wie auch vertikal über Generationen hinweg. Hierbei handelt es sich – wie immer wieder auftretende Störungen dieser sozialen Lernprozesse belegen – nicht um eine hirntechnisch, also biologisch begründete Fähigkeit, sondern um eine kulturelle Leistung, die wir mehr oder weniger günstig zu entwickeln imstande sind.
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Schlüsselkompetenzen für eine Kultur der Vielfalt

Potentialentfaltung in individualisierten Gemeinschaften

Viele Menschen, sogar manche Neurobiologen, scheinen von der Erkenntnis überrascht, dass das menschliche Gehirn noch längst nicht an der Obergrenze seiner Möglichkeiten angekommen ist. „Erfahrungsabhängige Neuroplastizität“ heißt der Fachterminus dafür, dass das Gehirn so wird, wie man es mit Begeisterung benutzt. Und begeistern kann man sich eben nur sehr vorübergehend, wenn man allein ist. Genauso wenig kann man allein etwas lernen. Man braucht dazu – zumindest am Anfang – immer andere Menschen, die bereits etwas gelernt haben und die sich über etwas begeistern können. Vor allem letzteres gelingt allerdings nicht in Gemeinschaften, die wie Ameisenstaaten, Herde oder Schwärme organisiert sind, sondern in individualisierten Gemeinschaften, in denen es auf jedes einzelne Mitglied ankommt, wo jeder Einzelne, die in ihm angelegten besonderen Begabungen entfalten und mit seinen besonderen Fähigkeiten zur Entfaltung der in diesen Gemeinschaften verborgenen Potenziale beitragen kann. Statt auf Homogenität kommt es in solchen Gemeinschaften auf größtmögliche individuelle Einzigartigkeit an.

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Etwas mehr Hirn, bitte

 Eine Einladung zur Wiederentdeckung der Freude am eigenen Denken und der Lust am gemeinsamen Gestalten

Die Freude am eigenen Denken und die Lust am gemeinsamen Gestalten sind die großen Themen dieses Buches. Der Biologe Hüther macht deutlich: Jedes lebende System kann das in ihm angelegte Potential am besten in einem koevolutiven Prozess mit anderen Lebensformen zur Entfaltung bringen. Oder einfacher: Gemeinsam kommen wir weiter als allein. Und finden zurück zu dem Lebendigen, das uns ausmacht: zu neuer Kreativität, zum Mut zu sich selbst und zu persönlichen Antworten auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Wir verfügen über Talente und Begabungen und ein zeitlebens lernfähiges Gehirn, das für die Lösung von Problemen optimiert ist. Wir können Erfahrungen anderer übernehmen und über Generationen weitergeben.

„Discover Your Potential“

Das Video wurde von einem Vortrag auf dem Entrepreneurship Summit in Berlin mitgeschnitten.
Es hat einen englischen Titel, der Vortrag ist aber auf Deutsch. Es ist eine lockere Einführung in den gegenwärtigen Erkenntnisstand der Hirnforschung und geht der Frage nach, was eigentlich „Potentialentfaltung“ heißt, wieso das in uns angelegte Potential grundsätzlich größer ist, als das, was wir davon zur Entfaltung bringen und was wir brauchen, damit es künftig etwas mehr wird. Es geht also nicht um noch bessere Wissensvermittlung, sondern um deutlich größere Gestaltungsspielsräume als bisher.