Wie sieht gute Führung aus?

Das menschliche Gehirn ist zeitlebens veränderbar. Das haben die Hirnforscher mit ihren Befunden in den vergangenen Jahren immer wieder bestätigt. Das heißt, auch Führungskräfte können sich sehr grundlegend verändern. Dafür gibt es genügend Beispiel. Zum Beitrag auf xing.

6. Internationale Bürgermeister/innen Konferenz NOW

Offen, tabulos, auf Augenhöhe: In einem intensiven Dialog und mittels innovativer Formate wie Sparkling Inputs und World Cafés wurden bei der 6. Internationalen Bürgermeister/innen Konferenz NOW die Anliegen der Jugend diskutiert und Wege gesucht, sie in Entscheidungsprozesse einzubinden. Wie man den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt und Partizipation ermöglicht, erörterten am 28. und 29. Jänner 2019 in Wien rund 240 Teilnehmer/innen aus 28 Nationen – rund ein Drittel von ihnen Jugendliche sowie politische Entscheidungsträger/innen, Vertreter/innen von NGOs und Expert/innen.
Internationale Bürgermeisterinnen Konferenz NOW

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Renate Schmidt-Karakatsanis – „Du darfst nicht sein, mein Kind“

Neuere pädagogische Konzepte frühkindlicher Betreuung und Bildung behaupten: „Hier darfst du sein, mein Kind“ und versichern, dass sie die Interessen der Kinder wahren. Die freie Wahl der Bezugspersonen, der Angebote, Räume und Kindergruppen sowie Partizipation und Beschwerdemanagement werden als kindliche Bedürfnisse dargestellt.

Gerade offene Erziehungs- und Bildungskonzepte haben sich Selbständigkeit, Autonomie und Indivi-dualität durch individuelles Lernen und Fördern zu eigen gemacht.(1) Kinder entscheiden, was und wie sie lernen. Sie bilden Gremien wie Kinderräte und -parlamente, Planungsgruppen usw. Sie melden ihre Wünsche und Ideen an und initiieren Projekte. Sie erhalten Einblick ins Konfliktmanagement und lassen sich zu Streitschlichtern ausbilden. Sie erfahren wie Demokratie funktioniert und stellen sich zur Wahl oder wählen Kindergarten/HortsprecherInnen. (2) All das gilt als Beweis dafür, dass kindliche Bedürfnisse ernst genommen werden – auch wenn Kinder zuvor nichts von diesen Bedürfnissen wussten.

Lesen Sie hier den Beitrag Du darfst nicht sein mein Kind

Die neue Reizbarkeit

Auf der Straße oder im Netz begegnen sich Menschen oft voller Härte. Viele sind gereizt, reagieren wütend und sehen sich im Besitz der Wahrheit – der eigenen. Bedrohen sie die Demokratie oder belegt die größere Vielfalt von öffentlich geäußerten Meinungen ihre Lebendigkeit? Die Gäste der Diskussionsrunde: Rebekka S. Henrich, Gerald Hüther, Hasnain Kazim. Zur Sendung auf NDR

Was eine Gesellschaft im Innersten zusammenhält

Was eine Gesellschaft im Innersten zusammenhält
Früher waren es Alleinherrscher, die meinten, es ginge nicht ohne sie, und manche glauben auch heute noch, es brauche nur die richtigen Führer, damit eine Gesellschaft stabil bleibt. Manche halten Gesetze und Verordnungen für die Grundlage eines funktionierenden Zusammenlebens. Andere sehen die Voraussetzung dafür in bestimmten religiösen Überzeugungen oder in miteinander geteilten Werten und Normen. Oder bilden Ethik und Moral den Kitt, der eine Gesellschaft zusammenhält? Was also ist es, was eine Gemeinschaft im Innersten zusammenhält? Gerald Hüther macht einen interessanten Vorschlag: Es ist die Vorstellung seiner eigenen Würde, die es jedem Menschen ermöglicht, sich selbst als soziales Wesen zu bekennen und in seiner Einzigartigkeit als gestalterisches Subjekt zu erleben. Zum Beitrag

Die Untertanenfabrik

Kinder müssen erzogen werden, „damit aus ihnen etwas wird“. So ist der allgemeine Konsens. Als ob sie ohne elterliche Gewalt und Bevormundung „nichts“ wären. Allenfalls besonders krude Erziehungsmethoden ziehen Kritik auf sich, das Prinzip Erziehung dagegen wird selten infrage gestellt. Nicht erst Missbrauch und Kriegserfahrungen traumatisieren Heranwachsende, zerstörerisch ist schon der ganz normale Wahnsinn, Kinder andauernd bewerten, belohnen, bestrafen und in Wettbewerbe gegeneinander hetzen zu wollen. Weiter

(von Birgit Assel Foto: Dom Ernest L Gomez/Shutterstock.com)

Gemeinsam verändern wir die Welt!

Klar kann man sich über all das unsinnige Geschwätz aufregen, mit dem uns alle möglichen Wichtigtuer über die Medien tagtäglich belästigen.

Aber wir können auch alle etwas dagegen tun. Ausschalten beispielsweise. Oder etwas Phantasievolleres und Konstruktiveres dagegensetzen. Beispielsweise bei so etwas mitmachen: Gemeinsam verändern wir die Welt!

Prof. Dr. Gerald Hüther im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt

„Hassprediger oder Friedensstifter – wer willst Du ab morgen sein?“       

Gerald Hüther, Vorstand der Akademie für Potentialentfaltung, ist Neurobiologe und Lernforscher und Sachbuchautor.
In diesem Gespräch geht um das Gehirn und wie dort Entscheidungen getroffen werden. Prof. Dr. Gerald Hüther erklärt, dass es übergeordnete Entscheidungen gibt, die alle anderen Entscheidungsprozesse lenken. Der Neurobiologe und Lernforscher postuliert, dass die im Titel gestellte Frage, die in Bezug auf die eigene Lebensgestaltung übergeordnetste Frage an sich selbst ist, die es überhaupt gibt. Niemand kann sich dieser Frage durch eine Nichtentscheidung entziehen, ohne die Freude am eigenen Dasein zu verlieren. Es kann sich aber interessanterweise auch niemand dafür entscheiden als „Haßprediger“ zu leben, ohne dabei engstirnig und herzlos zu werden.
In dem Gespräch wird gezeigt, dass unsere Vorstellung von “Entscheidungsfreiheit” eine Illusion ist, die nur dort gilt, wo unsere Entscheidungen keine tiefreichenden Folgen haben. Wenn es nicht drauf ankommt können wir uns frei entscheiden. Wenn es ernst wird, es uns existentiell betrifft, können wir uns nur noch für eines entscheiden: für das, was uns das Leben wertvoll macht. Als Fazit dieses Gesprächs stellt sich heraus, dass sich niemand für etwas anders entscheiden kann, als Friedensstifter zu sein, wenn er nicht seine Lebensfreude, seinen Verstand oder sein Herz verlieren will.
Zum Video

Otto Teischel und Hans-Joachim Maaz: Zwiegespräche zu den Themen „Die narzisstische Gesellschaft“ und „Der Begriff der Beziehungskultur“

Otto Teischel, Philosoph, Psychotherapeut und Mentor der „Akademie für Potentialentfaltung“ war auf Einladung von Hans-Joachim Maaz, Psychiater, Psychoanalytiker und Begründer der „Stiftung Beziehungskultur“, zu Gast in dessen Sendung „MAAZ: Denken – Fühlen – Handeln“ (Weltkanal – Salve TV, in Erfurt).
Dort führten sie Zwiegespräche zu den Themen „Die narzisstische Gesellschaft“ und „Der Begriff der Beziehungskultur“, in denen sehr viele wesentliche Zusammenhänge angesprochen und verdeutlicht werden, die auch den Anliegen und Perspektiven der Akademie für Potentialentfaltung sehr nahe sind. Bei einem gemeinsamen Treffen mit Gerald Hüther  im letzten Sommer (in Halle) entwickelte sich u.a. auch die Idee für das Mentoring-Programm der Akademie.
Herzliche Einladung, sich vom Gespräch dieser beiden Vertreter einer gesellschaftskritischen Analyse inspirieren zu lassen! Und womöglich im Forum darüber zu diskutieren – zum Forum

Die narzisstische Gesellschaft
Wie verhält sich der Mensch in einer gesellschaftlichen Krise? Teil eins des Gespräches zwischen Hans-Joachim Maaz und dem Philosophen und Psychotherapeuten Dr. Otto Teischel. –  zum Gespräch

Der Begriff der Beziehungskultur
Der zweite Teil des Gespräches zwischen Hans-Joachim Maaz und dem Philosophen und Psychotherapeuten Dr. Otto Teischel. – zum Gespräch

Auf der Seite des Forums findet sich übrigens auch ein schöner, sehr lesenswerter Bericht von Otto Teischel über jenes Treffen zwischen den Begründern der „Akademie für Potentialentfaltung“ und der „Stiftung Beziehungskultur“ – den Bericht lesen Sie hier

 

Trauerspiel – Einführung in die existenzielle Filmtherapie

Seit Menschen über sich und die Bedingungen ihrer Existenz nachdenken und diesem oft leidvollen Prozess auf schöpferische Weise Ausdruck geben – sei es philosophisch, literarisch, bildhaft, musikalisch oder auf der Bühne eines Theaters –, waren ihre künstlerischen Werke immer zugleich Spiegel ihrer seelischen Prozesse und Zeugnisse der Sehnsucht, auf diese Weise eine wahrhaftige, emotional berührende und Nähe ermöglichende Verbundenheit unter den Menschen zu schaffen. Insbesondere die filmische Inszenierung menschlicher Lebenszusammenhänge in ihrer Komplexität verfügt über ein vielfältiges Potenzial zur Existenzerhellung, Ermutigung und Inspiration. Wie dies auch therapeutisch in der Trauerbegleitung genutzt werden kann, zeigt Otto Teischel beispielhaft anhand von drei Filmen („Das Haus am Meer“, „Drei Farben: Blau“ und „Der geheime Garten“), in denen sowohl Leid als auch Resilienzfaktoren zum Tragen kommen.

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Wie das Kino zur Therapie eingesetzt wird
Filme sprechen Gefühle, Sorge und Ängste an und können außerdem als Stimmungsaufheller wirken. Eine Psychotherapeut in Österreich nutzt das für seine Behandlungen. Zum Artikel in der Süddeutschen Zeitung.

Filme als Therapie – Ein Gespräch mit dem Psychotherapeuten Dr. Otto Teischel in radio eins – Zum Gespräch.

 

Die Heldenmacher – Marcell Heinrich und Michael Senf

Was macht man mit einem Teenager, der nichts anderes im Kopf hat als das Tanzen?

Den sonst nichts interessiert, der keine Lust hat, sich mit Berufsbildern zu beschäftigen, geschweige denn damit, Bewerbungen zu schreiben? Überlässt man ihn seinem Schicksal? Drängt man ihn in eine Ausbildung, die er vermutlich abbrechen wird? Marcell Heinrich und Michael Senf sind einen anderen Weg gegangen: Sie haben ihn ermutigt und befähigt, seiner Leidenschaft zu folgen – und ihm so eine Perspektive gegeben.
Lesen Sie hier den Artikel in der „Frankfurter Allgemeine“ – Zur Webseite von „Die Heldenmacher“

Im Gespräch mit Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin – „Philosophie einer humanen Bildung“

Nida-Rümelins »Philosophie einer humanen Bildung« gibt den Anstoß zu einer neuen gesellschaftlichen Verständigung darüber, was Bildung bedeutet: für uns, für unsere Zukunft, unser Bild vom Menschen. Er beruft sich auf Humanismus und Pragmatismus, greift Denkschulen von der Antike bis Wittgenstein und Dewey auf und leitet daraus seine eigene Vision einer »Bildungsrepublik« her.  interview-philosophie-einer-humanen-bildung –  Mehr über Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin