Potentialentfaltung in individualisierten Gemeinschaften

Viele Menschen, sogar manche Neurobiologen, scheinen von der Erkenntnis überrascht, dass das menschliche Gehirn noch längst nicht an der Obergrenze seiner Möglichkeiten angekommen ist. „Erfahrungsabhängige Neuroplastizität“ heißt der Fachterminus dafür, dass das Gehirn so wird, wie man es mit Begeisterung benutzt. Und begeistern kann man sich eben nur sehr vorübergehend, wenn man allein ist. Genauso wenig kann man allein etwas lernen. Man braucht dazu – zumindest am Anfang – immer andere Menschen, die bereits etwas gelernt haben und die sich über etwas begeistern können. Vor allem letzteres gelingt allerdings nicht in Gemeinschaften, die wie Ameisenstaaten, Herde oder Schwärme organisiert sind, sondern in individualisierten Gemeinschaften, in denen es auf jedes einzelne Mitglied ankommt, wo jeder Einzelne, die in ihm angelegten besonderen Begabungen entfalten und mit seinen besonderen Fähigkeiten zur Entfaltung der in diesen Gemeinschaften verborgenen Potenziale beitragen kann. Statt auf Homogenität kommt es in solchen Gemeinschaften auf größtmögliche individuelle Einzigartigkeit an.

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